Tretboot 1910 (Die Beschreibung ist unvollständig, die Bilder und Zeichnungen folgen...)


Tretboot Modell
Das Modell bei der Jungfernfahrt, noch mit zu kurzen Schwimmkörpern.
Die Vorteile des großen Maßstabes nutzend, soll ein Schiffsmodell im Maßstab 1:4 gebaut werden.
Die Auswahl ist in diesem Maßstab naturgemäß beschränkt. Es kommen nur die kleinsten Wasserfahrzeuge in die Auswahl.
Möglich wären: Ruderkahn, Paddelboot, Jetsky, Partyfloß und Tretboot.
Das Tretboot bietet die Möglichkeit Bewegungsabläufe zu gestalten, die ein Funktionsmodell interessant machen.
Historisches Vorbild ist ein Foto:
Tretboot auf der Spree um 1910. Das Modell in die wilhelminische Zeit zu versetzen, mit Schaufelradantrieb, Puppen mit langen Kleidern, großen Hüten mit Blumen und einem Hauch Militär hat seiner Reiz. Das Boot wurde im Winterhalbjahr in etwa 250 Stunden, also in 90 Minuten pro Tag gebaut.
Tretboot Spree
Der Ideen Geber.

Der Modellbau
Mit etwas Geschick läßt sich das Modell ohne Spezialwerkzeug oder Maschinenpark bauen. Eine kleine Ständerbohrmaschine sollte vorhanden sein.

Zum Modell:
Das Modell soll eine Größe von mindestens 1m haben, kleiner macht einfach keinen Sinn. Die maximale Länge soll 1,35m nicht überschreiten, um den Transport in einem normalen Kleinwagen zu bewerkstelligen, oder auch mal mit dem Nahverkehr zum See  zu fahren.
Als Schwimmkörper bieten sich Kunststoff Rohre mit einer Länge von 1m an, die es in den Durchmessern 75 und 90mm im Baumarkt gibt. Soll der Schwimmkörper zu 50% in das Wasser eintauchen so liegt die Tragfähigkeit der 75mm Schwimmkörper mit der Länge von 1m inklusive des Rohrabschlusses vorn und hinten bei etwa 5kg. Die 90mm Schwimmkörper gleicher Länge tragen etwa 7kg. Taucht der Schwimmkörper mit 75% ein, so ergeben sich 7,5kg für das 75mm Rohr und 11kg für das 90mm Rohr. Diese Eintauchtiefe kann als gerade noch vertretbare Grenze gelten, wobei die Kleider der Puppe dann schon nass werden.
Zu Beginn des Baues wurden alle Komponenten gewogen bzw. berechnet und ein Endgewicht von weniger als 5kg angenommen. Tatsächlich wurde ein Gewicht von 7,3kg erreicht.
Die anfänglich verbauten 1m langen 75mm Schwimmkörper wurden später durch 1,35m lange Schwimmkörper gleichen Durchmessers ersetzt, um die 7,3kg auf zu nehmen.

Unabhängig von den Durchmessern der Rohre ist in jedem Fall Leichtbau Pflicht. Sollte die Eintauchtiefe doch zu gering sein, so kann der Einsatz eines Bleiakkus favorisiert werden, dieser ist drei mal so schwer wie ein Lithium Akku.
Verwendung beim Bau finden Aluminiumprofile und ein Stück 8mm PVC Hartschaum.

Begonnen wurde der Bau mit den Schwimmkörpern, die vorn und hinten einen Rohrabschluss erhalten. Gefertigt wurden die Rohrabschlüsse aus gerade verfügbarem 8mm PVC Hartschaumresten die mit Aceton zu einem Block verklebt wurden. Diese Blöcke wurden dann mit Säge und Feile in die gewünschte Form gebracht, mit dem Rohr verklebt und mit kleinen Senkschrauben verschraubt.
Auf diese Schwimmkörper wird ein Aluminium U-Profil geschraubt, welches als Hilfsrahmen den weiteren Aufbau trägt. Benötigt werden 2m U-Profilmaterial 30x30 von welchem die beiden Motoraufnahmen von 55mm und die Tretkurbelstative von 95mm abgelängt werden. Die verbleibenden 2x850mm U-Profil werden für den Hilfsrahmen verwendet. Dazu wird das U-Profil auf 30x5mm gekürzt. Ein paar Millimeter mehr Höhe wären möglicherweise besser gewesen, so dass ein 30x7..10 Profil ein Optimum gewesen wäre.

Für das Schaufelrad wurde ein Durchmesser von 250mm mit einer Breite von 100mm festgelegt.  Acht Schaufeln sind für das Schaufelrad vorgesehen.
Die Geschwindigkeit des Modells soll 3..4km/h betragen, was eigentlich zu schnell ist. Das große Original dürfte mit dieser Geschwindigkeit unterwegs gewesen sein. Das Modell, mit dem geringen Gewicht, muss sich, im Gegensatz zum schweren Original, mit deutlich mehr Kraft gegen den Wind stemmen und benötigt daher etwas mehr Vortrieb.
Die, aus den 3..4km/h, resultierende Drehzahl ist 150 U/min.  Diese ergibt sich aus dem Umfang des Saufelrades und einer Schlupfzugabe.
Die verwendeten Getriebemotoren haben 160U/min.
Schaufelrad und Decksplanken werden aus
10x8 mm U-Profil hergestellt.  8 Streben von 110mm werden abgelängt. Dann wird das innere Loch gebohrt. Für die innere Aufnahme kann ein rundes oder 8-eckiges Teil aus Alu oder Kunststoff verwendet werden. Der äußere Ring kann ebenfalls rund oder 8-eckig gebaut werden. Die 8-eckige Bauform läßt sich einfacher mit Handwerkzeugen herstellen. Der Außenring wird gebohrt und die Schaufelarme erhalten eine Montagebohrung. Die Schaufelblätter sind aus 8mm Hartschaum gefertigt und werden in das U-Profil eingesteckt und verschraubt.

Die beiden Tretpuppen sind mit jeweils 3 Sevos bestückt, beide Arme und der Kopf lassen sich bewegen. Die große weibliche Puppe trägt unter dem Kleid den Akku. Über dem Akku war noch Platz für einen Servo mit dem der Kopf der Puppe gedreht werden kann. Die kleine weibliche Puppe kann wegen ihrer schmalen Statur nur einen kleinen Servo aufnehmen. Mit diesem Servo lassen sich beide Arme wechselseitig heben und senken. Im Picknickkorb ist die Elektronik untergebracht. Die beiden Flaschen sind aus Kunststoff gedreht. In der Flasche sind die beiden Antennen des Empfängers versteckt.

-wird fortgesetzt-

Material:
2,50m PVC Regenwasser Fallrohr
2m Aluminium U-Profil 30x30mm
14m Aluminium U-Profil 10x8mm
1m Aluminium Winkel-Profil 10x10
4m Aluminium Rohr 6x1
250x500x1,5 Alublech
8mm PVC Hartschaumplatte etwa 250x1000mm
6mm VA-Rundstahl 200mm lang für die Schaufelradwelle




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